die DJK Sportgemeinschaft Altenessen e.V. entstanden. Heute zählt der Verein etwa 1200 Mitglieder.
Am Sonntag, den 02.04.1912 wurde in der damaligen Barkhoferheide in Altenessen der Spielverein Altenessen Nord ins Leben gerufen. Der erste Vorsitzende hieß Gerhard van Geldern. Gespielt wurde auf einer Wiese an der Emscherstraße in Höhe der Eickwinkelstraße mit schwarz-gelb gestreiften Hemden und schwarzen Hosen. Auch eine Jugendabteilung gab es mittlerweile die von einem Josef Weltermann betreut wurde. Dem ersten Weltkrieg geschuldet musste jedoch das Fußballspielen eingestellt werden.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Verein neu organisiert und nach mehreren Platzwechseln musste man notgedrungen die Heimspiele bei dem Sportverein 13 an der Gewerkenstraße austragen. Die erste Mannschaft hatte mittlerweile den Aufstieg bis in die Gauklasse geschafft als man mit dem Sportverein 21 fusionierte und sich nun Spielverein Altenessen 12 nannte. In der kommenden Zeit gab es einen Abstieg gefolgt vom Wiederaufstieg und es hatte sich eine Werkself dem Verein angeschlossen. Nach dem zweiten Weltkrieg war es wieder sehr schwer den Verein zu organisieren. Aber einen geregelten Spielbetrieb gab es erst im Herbst 1945. Durch die Gründung eines Stadtverbandes und des Fußballverbandes Niederrhein wurde gewährleistet, dass alle Essener Vereine in der 1. Kreisklasse spielen durften. 1947 stieg man dann in die Bezirksklasse auf und schaffte es einige Jahre später in die Landesliga.
Der spätere Weltmeister Helmut Rahn begann seine sportliche Laufbahn Ende der vierziger Jahre bei Altenessen 12.
Am 01.04.1949 wurde der Fußballverein DJK Schwarz-Weiß Altenessen gegründet. Der erste Vorsitzende Mengede scharte mit seinen Vorstandskollegen schnell die ersten 100 Vereinsmitglieder um sich. Vom Westdeutschen Fußballverband bekam man schon im Oktober die offizielle Erlaubnis an Meisterschaftsspielen teilzunehmen. Seine sportliche Heimat fand DJK Schwarz-Weiß Altenessen sowie der SV Altenessen 12 an der Nordsternstraße. Der sportliche Erfolg bescherte den Schwarz-Weißen mehrere Aufstiege bis zur Kreisliga A. Beide Vereine wechselten Ende der fünfziger Jahre auf den neuen Sportplatz zwischen den Heßlerschulen. Einige Jahre später wujrde die Bezirkssportanlage Kuhlhoffstraße erstellt. Hier spielten beide Vereine bis zum Jahr 2006 gemeinsam um Punkte und Platzierungen. In diesen Jahrzehnten wurden die Jugendabteilungen mit großem Idealismus und Sportgeist gefördert sodass der sportliche Erfolg auch hier nicht ausblieb.
Verursacht durch den demografischen Wandel der Bevölkerung (immer weniger Kinder wurden geboren) wurde es für beide Vereine immer schwerer eine geschlossene Jugendabteilung (von Bambini bis A-Jugend und Mädchenfußball) für den Spielbetrieb zu melden. Im Jahre 2006 beschlossen beide Vereine mit großer Mehrheit ihrer Mitglieder durch einen Verschmelzungsvertrag die Vereine zu Gunsten des neu gegründeten Vereins DJK Sportgemeinschaft Altenessen aufzulösen. Die neue Sportgemeinschaft hatte nun über 700 Mitglieder (davon ca. 350 Jugendliche). Für die 20 Jugend- und 9- Seniorenmannschaften wurde es schwierig einen geordneten Trainings- und Spielbetrieb zu gewährleisten. Die dringend notwendige Sanierung der Bezirkssportanlage an der Kuhlhoffstraße wurde im Sommer 2009 angegangen. Mit den bereits komplett sanierten Umkleideräumen, Sporthalle und den Kunstrasenplätzen steht unserem Verein praktisch eine neue Sportanlage zur Verfügung. 20 Jugendmannschaften von Bambini bis A-Jugend und mehreren Mädchenmannschaften (teilweise drei Jahrgangsstufen) nehmen mit großem Erfolg am Spielbetrieb teil. In allen Normalgruppen sowie Leistungsgruppen spielen heute Jugendmannschaften der DJK SG Altenessen.
2025 wurde der BV Altenessen 06 in unsere DJK Sportgemeinschaft Altenessen durch Verschmelzung aufgenommen. Der Ballspielverein Altenessen 1906 e.V. war mehr als ein Jahrhundert ein fester Bestandteil der Essener Fußball- und Stadtteilgeschichte. In den 1920er Jahren hatte der Verein seine erste Blütezeit. Höhepunkt war 1925 als man Ruhrgaumeister wurde und sich den Titel des Westdeutschen Vizemeisters sicherte. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann der Wiederaufbau der Vereinsarbeit. Bis in die 1980ger Jahre war der BV Altenessen 06 sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich in höheren Spielklassen vertreten. In den 1990ger Jahren wurde der Verein durch strukturelle Veränderungen im Amateurfußball, finanzielle Engpässe und gesellschaftliche Veränderungen neu ausgerichtet. Im Jahre 2006 wurde der BVA 06 mit dem DFB- Mercedes- Benz- Integrationspreis für ihre vorbildliche Arbeit im Bereich Integration durch Sport gewürdigt. Auch weiterhin versuchte der Verein durch Bildungs- und Integrationsarbeit Kinder und Jugendliche unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund eine sportliche Heimat zu geben. Dieses Engagement wurde 2019 durch den Talent Award Ruhr für erfolgreiche Nachwuchsarbeit belohnt.
Im Sommer 2025 wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen, der BV Altenessen 06 verschmolz mit der DJK Sportgemeinschaft Altenessen. Diese Endscheidung war getragen von den Wunsch, Kräfte zu bündeln, nachhaltige Strukturen zu schaffen und den Fußball im Stadtteil zukunftsfähig aufzustellen. Mit der Verschmelzung endete die Eigenständige Geschichte des BV Altenessen 06, doch sein Erbe lebt weiter in der DJK SG Altenessen, in den Menschen, die den Verein geprägt haben, und in den Werten, die weiterhin gelebt werden.
Wappenkunde & warum sich der Vorstand für dieses Vereinsemblem entschied:
Es ist erstaunlich, welch arbeitsintensive Wissenschaft sich hinter einem Wappen verbirgt. Man meint mal so eben ein Zeichen zu entwerfen und eine große Gemeinschaft von Menschen identifiziert sich
damit. Was man selbst so kaum begreift, ist der Wunsch, mit dieser, nach eingehender Beschäftigung, forschungsträchtigen Arbeit, eine bleibende Erinnerung zu hinterlassen. Man könnte meinen es wirkt
hier die Sehnsucht, die Ewigkeit zu überdauern. Ja, eine Stadt, ein Land, eine Familie oder ein Verein versucht für die Zukunft, einen Erinnerungswert zu hinterlassen, der noch nicht vorhanden ist.
Genau dieses Zeichen, wird in ferner Zukunft, die Dinge vertreten, die wir in unserer Zeit, stellvertretend für alle dieses Zeichen vertretenden Sachen, schaffen. Dabei noch eine vorhandene Tradition
beizubehalten, ohne sie zu beschädigen, kann zu einer großen Verantwortung führen. Ein Wappen ist nicht nur ein Sinnbild für stolze Taten die geschahen, sondern auch ein Sinnbild, für Taten, die erst
geschehen werden.
Das Vereinsemblem der Sportgemeinschaft Altenessen, betrachtet von Werner Bussick.
(Mitglied des Geschichtskreises Altenessen)
Nach der Fusion der Traditionsvereine SV Altenessen 1912 e. V. und der DJK Schwarz-Weiss Altenessen war es notwendig ein neues Vereinslogo zu entwerfen. Ein Emblem = Kennzeichen, Sinnbild sollte
einen hohe Wiedererkennungswert und eine Identifikationsmöglichkeit für den Betrachter haben.
Diese Eigenschaften werden sicherlich den Vereinsmitgliedern und auch den Außenstehenden der oben genannten Vereine, mit dem neuen Abzeichen geboten.
Da die früheren Traditionsfarben der Vereine Blau-Weiß, Altenessen 12 und Schwarz-Weiss, DJK Altenessen übernommen werden konnten zeigt das in Form eines Wappenschild entworfene neue Kennzeichen in
der linken oberen Ecke die Farbe Blau mit dem DJK Logo. Der kräftige Schrägbalken in der Farbe Weiss enthält den neuen Vereinsnamen Sportgemeinschaft Altenessen und
teilt das Logo von der rechten unteren Ecke in der Farbe Schwarz.
Im schwarzen Feld fällt ein Novum auf. Es enthält das Wappenzeichen von Altenessen. Ein Schwert kreuzt einen Eschenzweig. Der über die Grenzen Essens hinaus bekannte Wappenkundler Kurt Schweder hatte
auf Anregung der WAZ für alle Stadtteile unsere Stadtwappen entworfen. Als Deutung für Altenessen kann man annehmen das der Name unserer Stadt Astnide ca. 870 und später
Alden Essende 1220 auf einen Baumbestand mit Eschen hindeutet. Die Flurbezeichnung "Zu den Höhen Bäumen" etwa da wo heute Zeche Carl steht war in der Zeit der Äbtissinnen von Essen
der Platz auf dem das sogenannte "Holzgericht" stattfand. Hier wurden die Rechte aber auch die Pflichten der Markenberechtigten an der gemeinschaftlichen Nutzung der Viehofer Mark verhandelt.
Das Schwert als Sinnbild für Recht und Regeln, die Esche als Symbol für Gemeinschaft und Miteinander, werden in dem neuen Emblem der Sportgemeinschaft Altenessen eine neue Bedeutung
finden.
Quellen: Die Siedlungsnamen der Stadt Essen von Paul Derks in Essener Beiträge Heft 100; Kurt Schweder, Zeitungsartikel WAZ, Barkhofarchiv; 25 Jahre DJK Schwarz-Weiss Altenessen im Jahre
1974;
Historische Chronik Spielverein Altenessen 1912 in Festschrift aus dem Jahr 1992; HERALDIK 1990, Verlag Battenberg